Großgemeinde Burgwald Kahl stellt Fragen zur wichtigen verkehrspolitischen Entscheidung an die Landesregierung
„Die Landesregierung muss noch einige offene Fragen zu diesen Planungen beantworten. Der Lückenschluss der Nord-Süd-Verbindung auf der B 252 muss im Interesse unserer Region bald realisiert werden. Für die Ortsteile der Gemeinde Burgwald soll die größtmögliche Entlastung unter Berücksichtigung aller Faktoren gefunden werden“, erklärte der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl.
Die Vertreter der Gemeinde Burgwald müssen in den nächsten Wochen diese wichtige verkehrspolitische Entscheidung treffen.
Die im Oktober vom ASV Bad Arolsen vorgestellten Ergebnisse einer erweiterten Studie zur Umweltverträglichkeit von möglichen Trassenverläufen, werfen für die Gemeindevertreter noch einige Fragen auf. Insbesondere, ob es zu der aufgezeigten Vorzugsvariante noch andere Möglichkeiten einer alternativen Planung ohne Zeitverzögerung gäbe.
Um diese Punkte weiter abzuklären, hat der SPD-Wahlkreisabgeordnete eine Anfrage im Hessischen Landtag eingebracht. Dies geschieht auch aufgrund eines Schreibens der Bürgerliste Ernsthausen, die sich mit einem Fragenkatalog an den Abgeordneten gewandt haben.
„Bei dieser wichtigen zukunfts- und verkehrspolitischen Entscheidung müssen alle Fragen so intensiv wie möglich abgeklärt werden. Der für unsere Region, besonders für die hier ansässigen Unternehmen, so notwendige Lückenschluss der Nord-Süd-Verbindung Diemelstadt-Marburg darf nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden. Alle Varianten und Möglichkeiten der Umsetzung müssen intensiv ausgelotet werden und eventuell notwendige Kompromisse gemacht werden“, so der Wahlkreisabgeordnete abschließend.
Kleine Anfrage
des Abgeordneten Reinhard Kahl (SPD)
betreffend der geplanten Ortsumgehungen im Bereich der Gemeinde Burgwald im Zuge der B 252
Vorbemerkung:
Im Oktober 2005 wurde vom ASV Bad Arolsen das Ergebnis einer erneuten Studie zu den Ortsumgehungen Ernsthausen, Wiesenfeld, Burgwald und Bottendorf vorgestellt. Zu der hier vorgeschlagenen Trassenführung soll das Gemeindeparlament bis Mitte Februar 2006 eine Entscheidung herbeiführen.
Ich frage die Landesregierung:
1. Wie schnell ist auf der Grundlage der vorgelegten Planung mit dem Planfeststellungsbeschluss zu rechnen und ab wann kann mit dem Bau für diese Ortsumgehung im Rahmen der wichtigen Nord-Süd-Verbindung der B 252 begonnen werden?
2. Bestehen andere Möglichkeiten, die Entlastung aller Burgwalder Ortsteile durch eine ortsfernere Trasse zu erreichen und eine umweltverträgliche Trassenführung zu finden?
3. Wie lange würde es dauern, eine alternative, ggf. großräumig um vorgenannte Ortsteile führende Trassenführung zu finden und zu untersuchen?
4. Welche Möglichkeiten bestehen, den Planungszeitraum für eine Alternativtrasse zu verkürzen?
5. Gibt es im Rahmen der jetzigen Planung noch Möglichkeiten, die Trassenführung im Bereich der Ortsteile Wiesenfeld und Burgwald ortsferner anzulegen?
6. Welche Konsequenzen würde die Ablehnung der vorgeschlagenen Trasse durch die Gemeindevertretung Burgwald für den notwendigen Lückenschluss der Nord-Süd-Verbindung von Diemelstadt nach Marburg haben?