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Kochs Adlatus Hoff soll offenbar über die Wahl gerettet werden

Landtag

Anlässlich des heutigen Prozessauftakts in der Aegis-Media-Affäre stellte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Reinhard Kahl, fest, dass die ermittelnde Staatsanwaltschaft die Hinweise über eine mögliche Verstrickung des CDU-Ministers Hoff nach wie vor ignoriere.

„Offenbar soll Kochs Vertrauter Hoff über den Termin der Landtagswahl hinaus geschont werden“, vermutete der Sozialdemokrat. Denn anders sei es nicht zu erklären, dass Hoff, der in der maßgeblichen Zeit als Geschäftsführer und Mitgesellschafter über die Zahlungsvorgänge seiner Gesellschaft Zoffel, Hoff und Partner (ZHP) informiert gewesen sein müsse und sogar an dem Transfer eines Teilbetrags der insgesamt veruntreuten 9 Mio. Euro unmittelbar beteiligt gewesen sei, bis heute von der Staatsanwaltschaft nicht einmal als Zeuge vernommen worden sei. Immerhin sei es bei den Unterstützungstransaktionen von Hoffs ehemaliger Gesellschaft auch um einen Betrag in Höhe von 2 Mio. Euro gegangen, der bei ihm und seinen Mitgesellschaftern verblieben sei.

Trotz dieser zahlreichen bereits seit Monaten in der Öffentlichkeit bekannten Hinweise über die Geschäftsabläufe und die Verwicklung der Werbeagentur ZHP in die Millionen-Affäre um die Aegis Media, sei der CDU-Politiker und Minister Hoff bis heute bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wiesbaden außen vor geblieben. Man könne sich mittlerweile des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass sich nach den öffentlich bekannten Details ergebende Ermittlungsansätze bewusst ignoriert oder aber Aufklärungsschritte bis nach der Landtagswahl verzögert würden, so der Parlamentarier.

Als weiteren Beleg für diese Einschätzung wertete Kahl die aktuelle Berichterstattung des Wiesbadener Tagblattes vom 14.01.2008, aus der hervorgehe, dass die seit 2 ½ Jahren laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zwar ergeben hätten, dass es Verbindungen zum CDU-Europaminister von Roland Koch gebe, dass aber immer noch davon ausgegangen werde, dass Hoff lediglich ein Zeuge sei, den man nicht einmal in dem nun beginnenden Prozess anhören wolle.

Kahl erinnerte nochmals daran, dass es seit dem Herbst des letzten Jahres keine Anzeichen dafür gebe, dass Volker Hoff oder ein Mitarbeiter seiner ehemaligen Werbeagentur ZHP überhaupt als Zeugen über die finanziellen Transaktionen dieser Gesellschaft vernommen worden seien. Stattdessen werde eine Nähe zu oder Einbindung Hoffs in die nun vor dem Landgericht verhandelten Vorgänge entgegen aller öffentlich bekannten Indizien vehement ausgeschlossen, obwohl auf diesem Wege doch auch zugunsten Hoffs „reinen Tisch“ gemacht werden könne.

Der Sozialdemokrat könne sich dies nur noch mit dem anstehenden Landtagswahltermin erklären und stellte fest, dass man es in der CDU offenbar für werbewirksamer halte, Kinder, Jugendliche und ausländische Mitbürger zu kriminalisieren, als strafbare Handlungen mit Millionenschäden zeitnah und umfassend aufzuklären, wenn hiervon ein CDU-Minister betroffen sein könnte.