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Fällt Schatten der Aegis-Affäre auf Besuch des Dalai Lama?

Landtag

Dringenden Aufklärungsbedarf sieht der Parlamentarische Geschäftsführer der hessischen SPD-Landtagsfraktion, Reinhard Kahl, anlässlich der neuesten offenen Fragen im Zusammenhang mit der Aegis-Affäre. „Jetzt steht nach Medienberichten der Verdacht im Raum, dass im Zusammenhang mit dem Besuch des Dalai Lama in Wiesbaden veruntreute Mittel gewaschen worden sind. Die Landesregierung muss alles tun, um diesen schwerwiegenden Verdacht aufzuklären“, sagte Kahl am Freitag in Wiesbaden.

Nachdem Europaminister Hoff bist heute nichts zur Aufklärung der Aegis-Affäre beigetragen habe, obwohl er als damaliger Geschäftsführer der Agentur Zoffel Hoff und Partner unmittelbar für ein in die mutmaßlichen Straftaten verwickeltes Unternehmen Verantwortung getragen habe, müssten jetzt alle Karten auf den Tisch.

„Der Landesregierung kann es nicht egal sein, wenn der Schatten der Aegis-Affäre auf den Besuch des Dalai Lama fällt“, sagte Kahl. Die heute vom Wiesbadener Kurier dargestellte Unkenntnis der Landesregierung sei „dürftig und peinlich“, so der SPD-Parlamentarier. „Der Dalai Lama ist quasi als Staatsgast von Roland Koch empfangen worden. Wenn jetzt die Landesregierung angeblich nicht weiß, wer den Empfang im Kurpark ausgerichtet hat, klingt das nach einer vorgeschobenen Ausrede.“ Auch müsse die Staatskanzlei umgehend erklären, was der Hinweis des früheren Hoff-Kompagnons Reinhard Zoffel bedeute, wonach das Kostenmanagement für den Empfang bei der Staatskanzlei gelegen habe.