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Reinhard-Kahl-Sommertour 2007

Wahlkreis

Auftakt in Battenberg "Auf den Spuren der Kelten"

Die traditionelle Sommertour des SPD-Landtagsabgeordneten Reinhard Kahl begann am Dienstag in Battenberg. Auf dem fast 500 Meter hohen Eisenberg ließ sich eine große Schar von Sozialdemokraten vieler Ortsvereine des Altkreises und weiterer Geschichtsinteressierter über die Ringwallanlage aus der Keltenzeit informieren. Detaillierte und sehr sachkundige Informationen gab vor Ort der Vorsitzende des Battenberger Gesichtsvereins, Jürgen Hübner. Unter den Teilnehmern hieß Kahl auch den Ersten Stadtrat Georg Röse und Ortsvorsteher Walter Jacobi als Vertreter der Stadt Battenberg willkommen.
Der Rundgang führte vom Beerbergsattel über das flach gewölbte Plateau des Berges bis hin zur kegelförmigen Gipfelkuppe.

Reinhard Kahl mit den Gästen am Eisenberg, geführt von Jürgen Hübner und Heinz-Günther Schneider

Die Gipfelkuppe und das vorgelagerte Plateau werden von einem Wallring umschlossen, der auf etwa gleicher Höhe meist zwischen 480 und 485 Meter Höhe über Normal-Null (NN) verläuft. Sein Alter wird geschätzt auf etwa 2000 bis 2300 Jahre. Er stammt vermutlich aus der späten Latenézeit. Der Wall hat mit 310 Metern seine größte Länge und mit 130 Metern seine größte Breite, damit umschließt der Ringwall eine Fläche von fast 3 Hektar.
Hübner stützte seinen Vortrag im wesentlichen auf die Erkenntnisse von Dr. Klaus Sippel, einem Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege in Marburg. Als „spätkeltische Großburg“ könne die Anlage bezeichnet werden, die einst auf dem kahlen Berggipfel gestanden habe. Vor über 2200 Jahren sei der Eisenberg sicherlich ein Herrschaftssitz gewesen. Vergleichbar sei die Anlage auf dem Eisenberg in unserer Region etwa mit Christenberg, Amöneburg, Milseburg und Dünsberg.
Heute ist kein durchgängiger Verlauf einer ehemaligen Ringwallanlage mehr zu sehen, sondern immer nur Teilstücke. Teile der Anlage seien möglicherweise abgerutscht oder erodiert. Sehr wahrscheinlich sei es aber, dass es sich um ein ganzes System ineinander verflochtener und überlagerter Wälle handele. Den äußeren Ring bildeten zwei im Abstand weniger Meter hintereinander gelegener Wälle.
Der Verteidigungszweck dieses Mauernkranzes sei klar ersichtlich. Fundstücke ließen den Schluss zu, dass auf der „Burg“ eine ganze Reihe handwerklicher Berufe ausgeübt worden sei. Auf dem Eisenberg wurden Tonscherben, geschliffene Steine, Metallspitzen, Münzen, eiserne Beile und Meisel gefunden. Es handelte sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um eine Fliehburg, die nur gelegentlich zum Schutz vor Feinden aufgesucht worden sei, vielmehr sei der Berg fest besiedelt gewesen. Die Ausmaße der Wallanlagen ließen den Schluß zu, dass hier sicherlich 500 bis 1000 Menschen gelebt haben müssten.
Nach dem Rundgang setzte sich die Gruppe im Hotel Rohde zusammen und sprach dabei über eine breite Palette von Themen. (ED)