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16.08.04 Kurhessenbahn Marburg-Frankenberg-Korbach

Landtag

Zur Nord-Süd-Strecke der Kurhessenbahn muss nun endlich eine klare Entscheidung getroffen werden. Eine weitere Verzögerung würde das Bahnprojekt gefährden, da das Zeitfenster der Finanzierung mit Bundesmitteln nicht unbegrenzt geöffnet ist, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der der
SPD-Landtagsfraktion, MdL Reinhard Kahl.

Die Nord-Süd-Strecke ist verkehrspolitisch das Rückgrat der Kurhessenbahn und ganz besonders für Pendler in das Rhein-Main-Gebiet, aber auch für Touristen aus dem Ballungsgebiet von herausragender Bedeutung. Daher muss der Kreistag in seiner Beschlussfassung über unverbindliche Absichtserklärungen nun endlich hinauskommen, betonte Kahl auch in seiner Eigenschaft als Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreisparlament. „Leider war die Kooperation aus CDU, FWG und FDP trotz mehrfacher Anträge der SPD und auch der Grünen bisher nicht bereit, einen klaren Beschluss zur Realisierung dieses wichtigen Bahnprojektes zu fassen. Wir sind gespannt, ob die Ankündigung des Kreisbeigeordneten Wilke nun endlich zu einer eindeutigen und klaren Vorlage des Kreisausschusses an den Kreistag führt“ so Kahl gegenüber unserer Zeitung.

Erst wenn die Region klar sagt, dass sie das Projekt will, müssen auch die weiteren Akteure wie Bund, DB, Land Hessen und die beiden Verkehrsverbünde ihr Okay geben. Bundesmittel stehen derzeit noch zur Verfügung“, ergänzte der Abgeordnete.

Die Nord-Süd-Verbindung der Kurhessenbahn muss nach Auffassung der SPD so ausgebaut werden, dass die maximale Fahrzeit von Frankenberg nach Marburg eine halbe Stunde und von der Kreisstadt Korbach zur Universitätsstadt Marburg eine Stunde beträgt. Dabei müssen die Übergänge nach Frankfurt ganztägig gewährleistet sein. Kahl: „Damit wäre die Kurhessenbahn mit ihrem Anschluss nach Frankfurt eine echte Alternative zum Individualverkehr“

Die SPD fordert, dass die beiden Kreise Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf nun endlich die entsprechenden Verträge mit den beiden Verkehrsverbünden abschließen. Dann könnte in einem ersten Schritt mit der verkehrlichen Verbesserung der Burgwaldbahn von Frankenberg nach Marburg durch eine deutlich erhöhte Reisegeschwindigkeit begonnen werden. „Die Burgwaldbahn hat in den letzten Jahren trotz zu geringer Reisegeschwindigkeit ihre verkehrspolitische Notwendigkeit unter Beweis gestellt“, so Kahl.

In einem zweiten Schritt sollte dann der stillgelegte Streckenabschnitt zwischen Korbach und Frankenberg reaktiviert werden. Dass dies für die Verkehrssituation in der Stadt Frankenberg nicht einfach wird, liegt auf der Hand. Dies hat aber in erster Linie etwas mit der seit Jahren schwierigen innerstädtischen Verkehrsführung zu tun. Hier erwarten die Bürgerinnen und Bürger Frankenbergs, aber auch die vielen Menschen aus der Region, für die die Illerstadt das Einkaufs- und Behördenzentrum ist, dass den Ankündigungen des neuen Bürgermeisters nun bald Taten folgen werden. „Ein Scheitern der Kurhessenbahn aufgrund der bisher ungeklärten Verkehrsprobleme in Frankenberg darf es im Interesse der Region aber nicht geben“, unterstrich der Abgeordnete im Hinblick auf die öffentlichen Äußerungen des Frankenberger Bürgermeisters und der CDU. „Viele Pendler ins Ballungsgebiet, die Benutzer des überregionalen Schiennetzes und die Erreichbarkeit der touristischen Ziele im Landkreis, besonders auch des Nationalparkes, sind gewichtige Argumente für die Kurhessenbahn und deshalb ist es höchste Zeit, dass der Kreistag jetzt endlich die notwendigen Entscheidungen trifft.“, so der SPD-Fraktionschef abschließend.