Reinhard Kahl erlebt Gartenvielfalt in Battenberg

Zum Abschluss seiner Sommertour „Gartenparadiese“ in Battenberg erlebte der Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl in Battenberg Gärten verschiedenster Ausrichtungen. Gemeinsam mit über 60 weiteren Teilnehmern wanderte der Abgeordnete vom Barockgarten an der Neuburg über die Obst- und Gemüsegärten in der Gemarkung „Stonnholz“ zum naturnahen Wassergarten von Martina Herbst und Jürgen Neussel im Tiefenbach.
„Der Garten ist die Erweiterung der Wohnung“ – mit diesen Worten aus Texten der Max-Liebermann-Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn begrüßte Reinhard Kahl die Gäste auf dem Hof der Neuburg, unter ihnen Bürgermeister Heinfried Horsel, Erster Stadtrat Georg Röse, Stadtverordnetenvorsteher und NABU-Kreisvorsitzender Heinz Günther Schneider, Ortsvorsteher Walter Jakobi und Kreisausschussmitglied Hermann Hirt.

Für die Stadt Battenberg hieß Bürgermeister Heinfried Horsel die Gäste willkommen. Er bescheinigte dem Abgeordneten Kahl: „Es gelingt Ihnen mit Ihren Sommertouren immer wieder hervorragend zu zeigen, was wir hier in unserer Region zu bieten haben. Mit dem diesjährigen Thema „Gartenparadiese“ haben Sie in Battenberg voll ins Schwarze getroffen.“

Im Anschluss führte die stellvertretende Vorsitzende des Battenberger Geschichtsvereins, Erika Isenberg, die Gruppe zum Barockgarten. Der Geschichtsverein hat mit großem ehrenamtlichem Engagement begonnen, die alten barocken Gartenanlagen rund um die 1732 erbaute Neuburg nach historischem Vorbild wiederherzurichten. Bereits fertiggestellt ist der Rosengarten auf der Zwischenterrasse. Battenberger Bürger pflegen und versorgen die Gartenanlage im wöchentlichen Wechsel.

Auf dem Weg in den Tiefenbach erläuterte Wolfgang Göckus alte Battenberger Flurnamen und stellte den Gästen die Nutzgärten am „Stonnholz“ vor. Um sich vor Feinden zu schützen, bauten die Bürger damals dicht an der Burg. Ihre Gärten, die für die Verpflegung der Battenberger äußerst wichtig waren, legten sie außerhalb des Schutzbereiches an.

Im Tiefenbach erwartete die Gäste mit dem naturnahen Garten von Martina Herbst und Jürgen Neussel ein weiterer Höhepunkt. Auf dem ein Hektar großen Grundstück haben Herbst und Neussel ein Konzept umgesetzt, das sie „Naturalstil“ nennen: Wohnen, Garten und Kunst werden mit der Natur in Einklang gebracht. Auf dem „Weg der schwebenden Steine“ kamen die Teilnehmer der Sommertour vorbei an Teichen, Bachläufen, Quellen und Sumpfzonen. Zu einem Pflegekonzept gefragt, antwortete Neussel: „ Einmal pro Woche mähen wir die Rasenflächen, ansonsten braucht unser Naturgarten kaum Pflege.“ Anschließend besichtigten sie das 2005 fertiggestellte Wohnhaus mit seinen Holz- und Glasfassaden und der begrünten Dachfläche sowie das „kleinste Hotel Hessens“ - ein Doppelbett, das in freier Natur steht und für Übernachtungen gemietet werden kann.
NABU-Kreisvorsitzender Heinz-Günther Schneider lobte besonders die biologische Vielfalt im Garten und stellte Informationen zu Naturgärten und zum Vogel des Jahres 2011, dem Gartenrotschwanz, vor. Der Abend klang mit einem vom SPD-Ortsverein Battenberg organisierten Essen gemütlich am Lagerfeuer aus.