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Schwierige Zukunft für den Wald in unserer Region

Landtag

Die „verkorkste Forstreform“ der Landesregierung wird erhebliche negative Auswirkungen auf den Staatswald auch in unserer Region haben. Dies erklärte der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl anlässlich der Umsetzung der Forstreform zum 1.1. 2005.

Zwei Forstämter im südlichen Kreisteil werden ihre Pforten zum 1.1. 2005 schließen. Für Hatzfeld und Bad Wildungen geht eine jahrzehntelange Tradition als Forstamtsstandort zu Ende. Kahl: „Im Bereich meines Wahlkreises Frankenberg/Bad Wildungen gibt es dann nur noch drei Forstämter und zwar in Burgwald, Frankenberg und Vöhl. Ob diese Konzentration auf drei Forstämter noch sach- und fachgerecht ist, daran habe ich meine erheblichen Zweifel.“

Besonders die Schließung des Forstamtes im oberen Edertal trifft die Stadt Hatzfeld besonders hart. Strukturpolitisch war dies nach Auffassung des Abgeordneten eine klare Fehlentscheidung. Gleichzeitig sind die Forstreviere durch die Reform deutlich größer geworden. „Dies geht eindeutig zu Lasten der Funktionsfähigkeit des Ökosystems Wald. Die Forstämter werden zu reinen Holzhackebetrieben degradiert. Naturschutz im Wald, die Erholungsfunktion und die langfristige Funktion als natürlicher Wasserspeicher bleiben dabei auf der Strecke“, kritisierte Kahl.

Die Forstreform ist verbunden mit einer überproportionalen Reduzierung des Personalbestandes der hessischen Forstverwaltung. Kein Bereich der Landesverwaltung muss so erhebliche Personaleinbußen verkraften wie der Forst. Dies trifft dann besonders die strukturschwachen und waldreichen Gebiete des Landes Hessen, so auch die Region Waldeck-Frankenberg. Am härtesten hat die Reform nach den Worten von Kahl die Waldarbeiter getroffen. Rund die Hälfte der Waldarbeiterstellen wurde gestrichen. In großem Umfang wurde Waldarbeiter an die Personalvermittlungsstelle, die sehr oft auch als „Personalmobbingstelle“ bezeichnet wird, gemeldet. Mit dieser Maßnahme der Landesregierung wird dem Beruf des Waldfacharbeiters die Zukunftsperspektive zum Nachteil der jungen Menschen schlicht verbaut.

„Mit dieser Radikalkur der Landesregierung unter der Verantwortung von Minister Dietzel sollen wohl die Weichen für eine Privatisierung des Staatswaldes gestellt werden. Privatisierung und Verkauf von Landesvermögen, dies ist die Strategie der CDU-Landesregierung in ihrer selbstverschuldeten Haushaltsmisere mit Rekordschulden zum Nachteil der Zukunftsfähigkeit de Landes Hessen und besonders seiner ländlichen Regionen“, so Kahl auch in seiner Funktion als Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion.