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Reinhard-Kahl-Sommertour 2007

Wahlkreis

Tradition der Einwanderer wirkt bis in heutige Zeit

Eine geschlossene protestantische Gemeinde mit ihrem Pfarrer Thomas Gautier an der Spitze gründete 1688 die Hugenotten-Kolonie Louisendorf. Anders war es 1721 in Wiesenfeld – dort ließen sich versprengte Franzosen nieder, die schon an anderen Orten in Deutschland vergeblich versucht hatten, eine neue Existenz zu gründen. Ihren Einwanderer-Schicksalen gingen am Wochenende in Louisendorf geschichtlich interessierte Bürger aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg nach, die von Heinz Berg durch den Ort zur kleinen Hugenottenkirche geführt wurden.

Der kleinen Fachwerkkirche von 1703 statteten in Louisendorf die Teilnehmer der Sommertour von MdL Reinhard Kahl einen Besuch ab. Zuvor hatten sie an Fachwerkhäusern der frühen Einwanderer französische Inschriften studiert.

„Unsere Identität wird durch diese Geschichte bis heute bestimmt“, sagte Ortsvorsteherin Inge Seibert, als sie am Dorfgemeinschaftshaus einen großen Gästekreis und den Landtagsabgeordneten Reinhard Kahl (SPD) begrüßte. Unter dem Motto seiner diesjährigen Sommertour „Von dort nach hier“ sollte bei der Spurensuche in Louisendorf deutlich werden, unter welch schwierigen Bedingungen die französischen Glaubensflüchtlinge um 1700 in Nordhessen integriert worden sind. Eine Städtepartnerschaft besteht noch heute zwischen Frankenau und der Herkunftsstadt Die (Drôme).
In keinem anderen Ort hielt sich die französische Sprache so lange wie in Louisendorf – in der Schule bis 1850 und in der Kirche bis 1870, erfuhren die Teilnehmer der Sommertour. Sie studierten französische Hausinschriften, betraten die kleine Hugenottenkirche und besuchten anschließend die attraktiv sanierte ehemalige Schulscheune aus Feldlesesteinen, die ihnen mit ihren Bild- und Textdokumenten von Willi Braun erläutert wurde. An den vergangenen Wochenenden fanden dort bereits mehrmals Trauungen von Hochzeitspaaren statt.
Über die Kooperation der Hugenottendörfer in der Region Burgwald und die Geschichte der Schwesterkolonie Wiesenfeld informierten sich die Besucher beim Abschlussgespräch im Dorfgemeinschaftshaus von Louisendorf. „Was hier im Ort geleistet wurde, ist vorbildlich“, sagte der Landtagsabgeordnete Kahl. Er verwies dabei auf die Projekte in vier Nachbarorten im Zuge der ADEL-Dorferneuerung, die in dieser Form in Hessen einmalig sei. Die Louisendorfer hätten dabei eine hervorragende Eigeninitiative entwickelt, die auch durch das Traditionsbewusstsein ihrer Einwanderergeschichte mit getragen werde, sagte Kahl.