Neujahr 2007
Neujahrsempfang: Kahl, Höfer und Stadtler schwören SPD-Basis auf Landtagswahlkampf ein
Keine "Verscherbelung" öffentlichen Eigentums
von Johannes Fuhr, 'Frankenberger Zeitung'
BATTENBERG 20. Januar 2007
Kämpferisch präsentierte sich Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl beim Neujahrsempfang der SPD in der Burgberghalle. In seiner energischen Rede ging er auf landespolitische, aber auch auf kommunale Themen ein. "Es ist ein politischer Skandal, was Landrat Eichenlaub da macht", sagte Kahl zur Debatte um das Frankenberger Kreiskrankenhaus. Weitere Redner waren Bundestagsabgeordneter Gerd Höfer und Unterbezirksvorsitzender Karl-Heinz Stadtler.
Dem Landrat gehe es nur um eins: "Das Krankenhaus soll verscherbelt werden", sagte Kahl unter Applaus von mehreren Hundert Sozialdemokraten aus den Ortsvereinen des Frankenberger Landes und umliegender Gemeinden. Die Diskussion um die Zahlungsfähigkeit des Krankenhauses wäre aus Kahls Sicht gar nicht erst aufgekommen, hätte man den Neubau nicht aus den laufenden Einnahmen bezahlen wollen, sondern dafür einen langfristigen Kredit aufgenommen. Bei den Unterschriftensammlungen für den Erhalt des Krankenhauses unter öffentlicher Trägerschaft sei Kahl oft gefragt worden, ob auch ein direktes Votum gegen Landrat Eichenlaub möglich sei.
."Fragt doch mal in der Uni-Klinik Marburg-Gießen, was da los ist", sagte Kahl im Hinblick auf die Privatisierung dieses Hauses. Die SPD wolle in diesem Bereich keine amerikanischen Verhältnisse unter der Devise "wer Geld hat, kann sich Gesundheit leisten".Immer wieder redete Kahl die "Genossinen und Genossen" an, bewegte seine Arme im Rhythmus seiner Worte und brachte so die Zuhörer in der Halle in Wallung und immer wieder zu Zwischenapplaus. "Verkäufe in Milliardenhöhe werden uns als gute Politik verkauft", wetterte der Sozialdemokrat gegen die Privatisierungen und die sogenannten Sale-and-Lease-back-Programme von Land und Kreis.









