Informationen über seinen Wahlkreis sammelte der Bürgermeister der Stadt Gudensberg und Bundestagskandidat, Dr. Edgar Franke. Begleitet wurde er von Reinhard Kahl, MdL und einigen Kreistagsmitgliedern. Ziel war die Firma KBM GmbH Maschinen und Elektrotechnik in Allendorf-Battenfeld.

Gegründet im Dezember 1998, angefangen mit 12 Mitarbeitern im Januar 1999, stehen die drei Buchstaben im Firmenlogo für die Gründer Manfred Klein, Friedrich Koch, Horst Briel und Ralf Muth. Die Firma verfügt über verschiedene Arbeitsbereiche, welche die Politiker alle sehr beeindruckt haben.
In der Elektrotechnik werden z.B. Fotovoltaikanlagen mit allen Steuerungen geplant, gefertigt und anschließend auch bei den Kunden montiert. Auch verschiedenste Kupferkabel und Glasfasernetze, so wie Schaltschränke werden hier gefertigt.
Im Maschinenbau, der im Jahre 2000 aus der Insolvenzmasse der Firma Johansen entstanden ist, werden die verschiedensten Flächen- und Bürstenschleifmaschinen in verschiedenen Größen und sogar mit Robotertechnik hergestellt. Ersatzteile kann man auch noch für Maschinen der Firma Johansen ab Baujahr 1975 erhalten. Ferner wird auch mit gebrauchten Maschinen gehandelt. Über die Größe einiger Maschinen staunten die Besucher nicht schlecht.
Im Metallbau konnten sich die Politiker ein Bild machen, wie Transportbehälter aus vielen Einzelteilen in mühevoller Handarbeit zusammengeschweißt werden. Beeindruckt waren die Politiker, das die Stammbelegschaft in den Jahren von 12 auf über 100 angewachsen ist. Auch Ferienjobber und Praktikanten sind in dieser Firma vertreten.
Im Dienstleistungsgewerbe arbeiten ca. 50 % der Beschäftigten. Verschiedene Firmen lassen z.B. Kleinteile montieren, verpacken, kontrollieren oder Gewinde schneiden. Auch eine Eddikettiermaschine ist vorhanden. Dort werden an einem Tag ca. 16000 Teile eingelegt, mit Tagesstempel versehen und verpackt.
Die Besucher konnten sich von der Fingerfertigkeit und Schnelligkeit der überwiegend weiblichen Beschäftigten überzeugen. Sie kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, als sie einer Dame bei der Montage von Federn zusahen. Man sah gar nicht jeden einzelnen Arbeitsgang, weil es so schnell ging, per Handarbeit natürlich.
Die Firmenchefs bedauerten, dass es im Niedriglohnsektor keinen Mindestlohn gibt. Manche Firmen nutzen ihre Beschäftigten mit Hungerlöhnen aus und treiben damit die Preise der Firmen nach unten. Dadurch werden andere Firmen genötigt, entweder auch niedrige Löhne zu zahlen, oder im billigen Ausland zu produzieren. Gerade das versucht die Firma KBM mit ihrer Firmenphilosophie, soziale Löhne und Arbeitsbedingungen, zu vermeiden. Einer der Chefs meinte, dass mit einem gesetzlichen Grundlohn sich alle daran halten müssten. Damit könnten die Firmen besser wirtschaften.
Mit einem Einblick in das Hochregallager endete die Führung. Bei einem kleinen Imbiss standen sowohl die Chef´s, als auch die Politiker noch zu Fragen zur Verfügung, die beide Seiten gern beantworteten.
Anschließend unternahm der Kandidat noch eine Rundfahrt durch das obere Edertal, wobei er durch die Orte fuhr, wo er noch nicht war
Nach einer kleinen Verschnaufpause war er noch Gast in Laisa. Dort hatte Reinhard Kahl zur Sommertour eingeladen. Begeistert von dem historischen Ortskern und der schönen Aussicht bis hin zum Kellerwald ging ein eindrucksreicher Tag im oberen Edertal zu ende.