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Arche-Hof in Frankenau fünfte Station der Sommertour „Alte Haustierrassen“

Wahlkreis

Reinhard Kahl besucht den Pferdehof Kellerwald von Ralf Finke



Mehr als 70 Gäste erlebten mit dem Landtagsabgeordneten Reinhard Kahl bei der fünften Sommertour-Station die seltenen Haustierrassen Ansbach-Triesdorfer Rind, Hinterwälder Rind, Rheinisch-Deutsches Kaltblut und Vorwerkhuhn. Reinhard Kahl begrüßte unter den Teilnehmern auch den Frankenauer Bürgermeister Björn Brede, den ehemaligen Bürgermeister Reiner Peterka, Vertreter der Nationalpark- und Naturparkverwaltungen Kellerwald-Edersee, den zweiten Vorsitzenden der GEH, Dr. Hendrik Sommer, Mitglieder des NABU, den Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Frankenau, Hilmar Werner, und weitere Abgeordnete aus der Kommunalpolitik.

Züchter Ralf Finke betreibt auf seinem Pferdehof Kellerwald, der direkt am Eingang des Nationalparks am Feriendorf liegt, eine Fuhrhalterei mit Rheinisch-Deutschen Kaltblütern. Im Jahr 2009 erhielt sein Betrieb von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen die Zertifizierung zum Arche-Hof. Das Arche-Hof-Projekt wurde im Jahr 1995 von der GEH ins Leben gerufen. Dr. Hendrik Sommer von der GEH: „Die Auszeichnung Arche-Hof erhalten Betriebe, die drei oder mehr seltene und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen halten und sie in ihr Betriebskonzept integrieren.“ Der Begriff Arche-Hof ist als Patent geschützt, Höfe und GEH haben sich vertraglich auf die Einhaltung bestimmter Anerkennungskriterien geeinigt. Eingebunden wird der Arche-Hof von Ralf Finke auch in das zurzeit entwickelte Naturschutzgroßprojekt des Naturparks Kellerwald-Edersee. Geschäftsführer Rainer Paulus und Projektbetreuer Carsten Müller erläuterten das Projekt, das vorsieht, das Gebiet um Frankenau als „Arche-Erlebnisregion“ auszuweisen. Naturschutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Pflege und Entwicklung der im Gebiet vorherrschenden Grünlandbiotope will man mit alten Haustierrassen durchführen, Natur- und Artenschutz sollen erlebbar gemacht werden. Durch das Projekt Arche-Erlebnisregion sollen die alten Haustierrassen wieder in dem Gebiet etabliert werden. Dabei wird eine Kooperation zwischen Stadt Frankenau, der GEH und dem Naturpark angestrebt.

Naturschutzgroßprojekte, seit 1979 von der Bundesregierung gefördert, dienen dem Ziel, natürliche und naturnahe Landschaftsteile sowie historisch gewachsene Kulturlandschaften und die Vorkommen bestandsgefährdeter Tiere und Pflanzen dauerhaft zu bewahren und zu sichern. Die Projekte leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Biologischen Vielfalt und des nationalen Naturerbes in Deutschland.

Beim anschließenden Rundgang besuchten die Gäste um Reinhard Kahl die Weidefläche der Ansbach-Triesdorfer Rinder. Diese Rasse entstand Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Einkreuzung von Schwarzbunten aus Holland und Ostfriesland in mittelfränkische Landschläge. Sie haben ein kräftiges Fundament, sind weiß-rot gescheckt und sind mittelgroß und wurden als Zweinutzungsrind zur Milch- und Fleischproduktion eingesetzt. Von der GEH werden sie auf der Roten Liste als extrem gefährdet eingestuft: Bundesweit gibt es zurzeit noch ca. 70 Tiere.

Rheinisch-Deutsche Kaltblüter sind kräftige, breit gebaute Zug- und Arbeitspferde mit raumgreifenden Gängen und ruhigem Temperament. Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sie jedoch durch die zunehmende Mechanisierung sehr schnell an Bedeutung, so dass man sie heute nur noch vereinzelt in der Land- und Forstwirtschaft und zu Repräsentationszwecken in Brauereien findet. Züchter Finke stellte den Gästen „Henry“ vor, ein eine Tonne schwerer Rheinisch-Deutscher Kaltblüter, der seinen Arbeitsplatz in den Herbst- und Wintermonaten im nahe gelegenen Nationalpark hat und dort beim Holzrücken eingesetzt wird. Weitere Rheinisch-Deutsche Kaltblüter stehen auf einer Weide oberhalb des Pferdehofes und werden regelmäßig in der Fuhrhalterei bei Kutschfahrten eingesetzt.

Vorwerkhühner stehen zur Bestandsbeobachtung auf der roten Liste der GEH. Züchter Finke hält sie auf einem Areal oberhalb des Pferdehofes. Sie sind wegen der guten Verwertbarkeit des Fleisches und ihrer Legeleistung ideale Wirtschaftshühner.

Abgeschlossen wurde der Rundgang mit einem gemütlichen Beisammensein auf dem Vorplatz des Pferdehofes, gut versorgt mit Essen und Getränken vom Ortsverein Frankenau.