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„Mittendrin – historische Ortskerne“:

Wahlkreis

Fünfte Etappe der Sommertour
Reinhard Kahl beeindruckt vom „Dorf des guten Handwerks“

Auf seiner Sommertour „Mittendrin – historische Ortskerne“ besuchte der Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl jetzt auch Laisa. Seit 1996 führt Kahl die stets unter einem bestimmten Motto stehenden Touren durch. Kleinsiedlungen, Naturschutzgebiete, Kirchen, Spuren jüdischen Lebens waren einige der Themen in den vergangenen Jahren. Gemeinsam mit über 40 Interessierten, unter ihnen auch der Bundestagskandidat für den Wahlkreis Frankenberg/Schwalm-Eder, Dr. Edgar Franke, und Abgeordnete aus Stadt- und Kreistagsfraktion, erkundete Reinhard Kahl den historischen Ortskern von Laisa. Bei seiner Begrüßung sagte Kahl, er kenne Laisa als „das Dorf des Handwerks, das eine vorbildliche Dorfgemeinschaft hat und es vortrefflich versteht, Feste zu feiern“.


Die Teilnehmergruppe der Sommertour mit MdL Reinhard Kahl, Heinz-Günter Schneider, Stellv. Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel, Bürgermeister Heinfried Horsel, Ortsvorsteher Günther Belz, Pfarrer Stefan Peter und dem Bundestagskandidaten Dr. Edgar Franke


Ein Laisaer Original: „Heimatdichter“ Robert Koch zusammen mit Reinhard Kahl

Empfangen wurde die Gruppe von Bürgermeister Heinfried Horsel, von Ortsvorsteher Günther Belz und von der Trachtengruppe Laisa, die einen willkommenen Imbiss reichte. „Wir freuen uns, dass Sie gerade zu diesem Thema Laisa besuchen. Die Ortskerne sind das Herz unserer Dörfer und Städte, die Probleme dort oft am größten. So eine Veranstaltung trägt auch dazu bei, diese Probleme aufzugreifen und daraus Politik für die Menschen zu machen“, sagte Horsel.
Anschließend führte SPD-Vorstandsmitglied Heinz Günther Schneider, der sich seit vielen Jahren mit der Geschichte Laisas beschäftigt und Mitverfasser des Heimatbuches „Laisa – Tradition und Alltag“ ist, durch den Ortskern des Dorfes. Von ihm erfuhr die Gruppe Wissenswertes über die über ein jahrtausend alte Geschichte des Ortes. Laisa, übersetzt das „Dorf am Abhang“, wurde 778 erstmals urkundlich erwähnt, als von einer „Schlacht bei Laisa“ zwischen Franken und Sachsen berichtete wurde.
Ein großer Brand am 26. Juli 1868 vernichtete fast das gesamte Dorf. 253 Menschen wurden obdachlos, nur drei Häuser blieben stehen: Kirche, Schule und Bürgermeisterei. Beim Rundgang verdeutlichte Schneider, wie sehr Laisa noch heute von diesem Ereignis geprägt ist. Nach den Plänen des damaligen Hauptlehrers Heinrich Schmidt wurde Laisa neu aufgebaut, die Straßen wurden rechtwinklig angelegt, die Gebäude in der so genannten „Halbhof-Anordnung“ erbaut. Durch diese Bauweise wirkt der Ortskern heute eher weitläufig. Die ehemalige Bürgermeisterei beherbergt heute ein Backhaus sowie das 1992 gegründete Heimatmuseum. Betreut wird es vom Heimatverein Laisa, die Webgruppe trifft sich regelmäßig dort, um zu weben, aber auch „zum Schwätzen und zum Spaß haben“, wie der Vorsitzende des Heimatvereins, Klaus-Dieter Arnold, schmunzelnd erläuterte.
Anschließend besuchte die Gruppe die Kirche, im Jahr 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Pfarrer Stefan Peter wies die Besucher auf eine wohl mehr als sechshundert Jahre und circa sechs Meter dicke alte Linde am Eingang der Kirche hin: Man dachte, sie sei beim Brand ebenfalls zerstört worden, pflanzte eine neue direkt daneben, aber nach einiger Zeit schlug die alte Linde wieder aus. Die Bauform der Laisaer Kirche diente als Vorbild für die Kirchen in Battenberg, Hallenberg und Meschede.
Besonders erfreut war Reinhard Kahl über die Vorträge des fast 80jährigen „Heimatdichters“ Robert Koch, der der Gruppe in Dichtform Laisa als das „Dorf des guten Handwerks“ näher brachte.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Sportheim äußerte Kahl: „Ich war schon so oft in Laisa, aber auch heute habe ich wieder viel dazu gelernt. Ich war zum ersten Mal in der Kirche, und ich bin begeistert von der hervorragenden Zusammenarbeit im Dorf. Die Laisaer können auf ihren Ort stolz sein. Das waren zwei höchst interessante Stunden für mich. Dank auch an Heinz-Günther Schneider für die gute Organisation des Rundgangs“.