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Sommertour "Alte Haustierrassen": Dritte Station Rengershausen

Wahlkreis

Reinhard Kahl beeindruckt von der Leistung der Zuchtgemeinschaft Hesse/Müller in Rengershausen


die Teilnehmer am Weideplatz der Englischen Parkrinder

Die dritte Station der diesjährigen Sommertour des Landtagsabgeordneten Reinhard Kahl führte nach Rengershausen zur Zuchtgemeinschaft Uwe Hesse und Hartmut Müller. Bei seiner Begrüßung sagte Kahl: „Ich freue mich, dass das Thema so viel Anklang bei der Bevölkerung findet. Alle Züchter alter Haustierrassen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt und unserer Schätze in dieser Region.“

Gemeinsam mit über 60 Interessierten und unter Führung von Pfarrer Uwe Hesse besuchte der Abgeordnete anschließend Englische Parkrinder, Dülmener Pferde und das Rote Höhenvieh auf den Weideflächen oberhalb Rengershausens.
Die gegenwärtig ca. 50 Tiere beweiden in extensiver Haltungsform Weideflächen in der Gemarkung Rengershausen sowie in der direkt angrenzenden Braunsäuser Gemarkung im Hochsauerlandkreis. Dabei werden – teils in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz – auch Magerrasenflächen gepflegt und erhalten.

Englische Parkrinder, im Rasseschlüssel auch als "White Park" bezeichnet, unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften als Robustrasse kaum vom Roten Höhenvieh. Dabei lässt sich aber feststellen, dass sie noch genügsamer sind. Selbst Binsen am Bachrand werden gefressen. Ihre rassegeschichtlichen Wurzeln reichen zurück auf die keltische Kultur der britischen Inseln vor der Christianisierung. Züchter Uwe Hesse beim Rundgang über das wohlschmeckende Fleisch der alten Rasse: „Die Parkrinder werden auch als „englischer Nichtsnutz“ bezeichnet. Sie haben nach drei Jahren so viel Fleisch auf den Rippen wie ein rotbuntes Rind nach etwa acht Monaten.“


Auf der Suche nach ursprünglichen Pferden hat sich die Zuchtgemeinschaft Hesse/Müller für das Dülmener Pferd entschieden, eine Rasse, die von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen als alarmierend vom Aussterben bedroht geführt wird. Die Züchter haben sich zum Ziel gesetzt, durch Haltung, Zucht und Verbreitung des Dülmener Pferdes zur Erhaltung dieser bedrohten Rasse beizutragen. Außerdem hält die Zuchtgemeinschaft Rotes Höhenvieh, auch Keltenvieh genannt, das früher als Nutztier hoch geschätzt, mit Beginn der Modernisierung der Landwirtschaft in den 60er Jahren aber vom Aussterben bedroht war. Seither bemühen sich Freundeskreise und Vereine um den Erhalt des Roten Gebirgsrindes. Die Züchter Uwe Hesse und Hartmut Müller sehen ihr Betriebsprofil darin, im Sinne der Gen-Erhaltung besonders reinblütige und typvolle Tiere zu züchten, die das Rote Höhenvieh früherer Jahrhunderte repräsentieren.

Nach einer sehr informativen, von Pfarrer Uwe Hesse vorgetragenen Bilderpräsentation lobte Reinhard Kahl die hervorragende ehrenamtliche Arbeit und das große Engagement der Zuchtgemeinschaft und ihrer Unterstützer und meinte abschließend: „Die alten Haustierrassen sind für den Erhalt unserer heimischen Kultur ebenso wichtig wie die Fachwerkhäuser und die Heimatmuseen.“