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Alte Schweinerassen in freier Natur

Wahlkreis

Reinhard Kahl macht Station
beim Basdorfer Hutewald-Projekt

Auf seiner Sommertour „Alte Haustierrassen“ besuchte der Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl das Hutewaldprojekt in Basdorf, begleitet von vielen kommunalen Abgeordneten und Interessierten, unter ihnen der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke und Bürgermeister Harald Plünnecke. Empfangen wurden die mehr als 50 Teilnehmer am Hutewald mit regionalem Holundersekt, ausgeschenkt vom Ersten Vorsitzenden des Hutewaldvereins und Kreislandwirt Friedrich Schäfer.


Einige der Teilnehmer am Hutewald-Projekt

Bei seiner Begrüßung freute sich Reinhard Kahl über die große Zuschauerresonanz: „Ich habe mich für das Thema entschieden, weil die alten Haustierrassen für die Pflege der Landschaft und damit für die Entwicklung des ländlichen Raums von großer Bedeutung sind und zurzeit eine Renaissance bei den Züchtern erleben.“ Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke wies auf die touristische Bedeutung des Projekts hin: „Die Basdorfer beschreiten mit diesem Projekt, bei dem die Vermittlung von Wissenswertem über die traditionelle Beweidung und touristische Vermarktung miteinander verbunden werden, einen sehr modernen Weg.“

Anschließend stellten Friedrich Schäfer und Forstamtsleiter Eberhard Leicht, der als zweiter Vorsitzender im Verein fungiert, an der Weidefläche das Konzept des Projekts vor. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war das Weiden von Schweinen in Gemeindewaldungen und in freier Natur fester Bestandteil des Dorflebens und der Ortskultur. Im Jahr 2005 setzten einige Basdorfer Bürger ihre Idee um, der lokalen Bevölkerung Wissenswertes über diese Jahrhunderte lang praktizierte Waldnutzungsform mit seltenen und regional längst ausgestorbenen Haustierrassen zu vermitteln, und gründeten den Verein „Basdorfer Hutewald e.V.. Hessen-Forst, Forstamt Vöhl stellte einen sieben Hektar großen 150jährigen Eichenbestand mit Buchen und Hainbuchen zur Verfügung. Zur Tierseuchenprophylaxe musste die beweidete Fläche mit einem landschaftsangepassten Holzzaun und zusätzlich in zwei Metern Abstand mit einem leistungsstarken Weidezaungerät gesichert werden.

Zurzeit befinden sich auf der Weidefläche drei verschiedene Schweinerassen: Bunte Bentheimer Schweine, Düppeler Weideschweine und Schwäbisch-Hällische Landschweine. Alle Rassen zeichnen sich durch ihre Robustheit, Widerstandsfähigkeit, Fruchtbarkeit und vor allem durch ihren besonderen Geschmack aus. Friedrich Schäfer ließ den Teilnehmern mit einigen leckeren Rezepten wie „warme Blutwurst vom Basdorfer Hutewaldschwein im Lachsmantel“ das Wasser im Munde zusammen laufen. Forstwirt Eberhard Leicht erklärte dazu den Ursprung des alten Sprichworts „Die besten Schinken wachsen an den Eichen“: Durch den Verzehr einer großen Menge Eicheln bekommt das Fleisch der Hutewaldschweine einen besonderen nussigen Geschmack. Die auch in der Politik gern verwendeten Aussprüche wie „die Sau raus lassen“ oder „die Sau durchs Dorf treiben“ haben ihren Ursprung ebenfalls aus der Zeit, als die Schweinehirten die Tiere in den Gemeindewald trieben.

„Die Basdorfer Bevölkerung, die örtlichen Landwirte und Hessen-Forst haben hier ein vorbildliches Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt“, sagte Kahl beim anschließenden vom SPD-Ortsverein Vöhl organisierten gemütlichen Beisammensein. „Bürgerliches Engagement wird in Basdorf ganz groß geschrieben. Ein solches Projekt lebt von den handelnden Personen. Herzlichen Dank an Friedrich Schäfer und Eberhard Leicht für die aufschlussreiche Führung.“