4. Station in Frankenberg
DRK-Kinderheim und Aussiedler

Reinhard Kahl mit den Gästen vor dem DRK-Kinderheim zusammen mit dem Vorsitzenden Dr. Bluttner, dem Geschäftsführer H.-H. Peter und dem Heimleiter N. Hentschel
Wahlkreis
4. Station in Frankenberg
DRK-Kinderheim und Aussiedler

Reinhard Kahl mit den Gästen vor dem DRK-Kinderheim zusammen mit dem Vorsitzenden Dr. Bluttner, dem Geschäftsführer H.-H. Peter und dem Heimleiter N. Hentschel
Neue Perspektiven und Geborgenheit
Im Rahmen der Sommertour 2007 „Von dort nach hier“ besuchte der SPD-Wahlkreisabgeordnete Reinhard Kahl die Wohnsiedlung des Roten Kreuzes am Kegelberg. Begleitet von Gästen, Kommunalpolitikern und Bürgermeister Engelhardt ließ sich Kahl vom Vorsitzenden des Roten Kreuzes, Dr. Bluttner, dem Geschäftsführer Hans-Herwig Peter und dem Heimleiter Norbert Hentschel die Geschichte der Siedlung am Kegelberg erläutern.
Peter berichtete über die Entstehung des Projektes, hier Häuser für (wie man sie damals bezeichnete) ‚Aus- und Übersiedler’ zu bauen. Ende der neunziger Jahre wurden die 25 Reihenhäuser gebaut. Da die Länder ihrer Verpflichtung diese Menschen aufzunehmen nicht allein nachkommen konnten, suchten sie Partner. Das Rote Kreuz Frankenberg bot sich an und der Verein kümmerte sich um die Unterbringung und Betreuung der Russlanddeutschen.
Dr. Bluttner und Peter legen Wert darauf, dass hier von Anfang an im Vordergrund stand, diese Menschen langsam in die Selbstständigkeit in einem ihnen fremden Land zu führen. Als Einmaligkeit stellten sie heraus, dass damals hier auch ausdrücklich einige Häuser behindertengerecht gebaut wurden.
Nachdem die Verträge mit dem Land Hessen Ende der neunziger Jahre ausliefen, bot das Rote Kreuz den Bewohnern an, die Häuser zu mieten oder zu kaufen. Zwei Familien haben davon Gebrauch gemacht und gekauft, eine Familie mit zahlreichen Kindern hat gleich 2 Häuser gemietet. Auf dem Programm stand ein Besuch bei einer Familie, der Familie Bayden, die Reinhard Kahl erzählten, dass sie sich in Frankenberg sehr wohl fühlen.

Im Wohnzimmer der Jugendgruppe (Hans-Jürgen Klein, Reinhard Kahl; Hans-Herwig Peter
„Die mit dem Verkauf der Häuser erwirtschafteten Überschüsse fließen wiederum in die soziale Arbeit des DRK“, so der Geschäftsführer Peter. So werden drei der Häuser für eine Wohngruppe traumatisierter Jugendlicher genutzt, die überwiegend aus Ballungsräumen kommen. Norbert Hentschel, der Betreuer des Projekts informierte Kahl und die Gäste über die hochsensible therapeutische Arbeit, die hier geleistet wird. Eines der Häuser haben sie gemeinsam vor zwei Jahren in das so genannte ‚Hundertwasser-Haus’ umgebaut, in dem vielfältige Möglichkeiten zu begleitenden Therapien angeboten werden.

Das Hundertwasser-Haus, von den Jugendlichen umgebaut
Aufmerksam hörten die Besucher Norbert Hentschel zu, als er über die Krankheitsbilder der jungen Menschen, z. B. ‚borderliner’, sprach. Reinhard Kahl äußerte sich beeindruckt über die Arbeit, die hier geleistet wird: „Leider sieht die Perspektive wohl so aus, dass immer mehr junge Menschen nicht mehr in intakten Verhältnissen aufwachsen können. Wie wichtig also, dass es diese Einrichtungen mit ihren engagierten Mitarbeitern gibt.“
Peter erklärte den Besuchern, dass auch dieses Projekt in der Nachfolge einer Flüchtlingsbetreuung steht, die im Albert-Schweitzer-Jugendheim stattfand. Bis vor einigen Jahren wurden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die ohne Begleitung als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Heute wohnen auch in diesem Heim seelisch erkrankte Jugendliche.
Reinhard Kahls Fazit: „Zwei hochinteressante soziale Projekte, die vorbildlich die Menschen, die zu uns kamen, betreuen und neue Heimat mit Perspektive geben.“
Der Abgeordnete und die Gäste bedankten sich für Informationen und Gastfreundschaft.

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